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Münsteraner Friedenslauf

Frieden durch Freundschaft

Ausblick: Wir besuchen syrische und libanesische Kinder im Libanon, die Freundschaft miteinander geschlossen haben. Voraussichtlich Mitte März berichten wir an dieser Stelle, wie die Kinder sich durch Projekte unserer Partnerorganisation Basmeh und Zeitooneh kennengelernt und Vorurteile überwunden haben. Frieden durch Freundschaft!

Friedensarbeit im Libanon

Liebeserklärung an die gemeinsame Heimat: Syrer*innen und Libanes*innen vor der Skulptur in Bar Elias. (c) Mona Naggar

Gemeinsam gegen Vorurteile
Alaa Alzaibak ist Mitarbeiter von Basmeh und Zeitooneh, einer syrischen Partnerorganisation des forumZFD im Libanon. Er zeigt einen bunten Konfliktbaum mit unzähligen Post-its an der Wand seines Büros und erklärt: „Wir fragten beide Bevölkerungsgruppen was sie übereinander denken. Syrer*innen sagten, Einheimische würden auf sie herabschauen und sie ausbeuten. Im Gegenzug führten Libanes*innen an, die Geflüchteten aus Syrien nähmen ihnen die Arbeitsplätze weg und verbrauchten viel Strom und Wasser.“ Natürlich könne man für jedes Vorurteil zutreffende Beispiele bringen, sagt Alaa Alzaibak weiter. Aber es gäbe auch viele Gegenbeispiele: „Es gibt auch Libanesen, die faire Mieten verlangen. Die Syrer verbrauchen zwar Wasser und Strom, aber sie bezahlen dafür. Es stimmt, dass Libanesen ihre Arbeitsplätze verloren haben, aber mit den Flüchtlingen kamen auch viele Organisationen, die wiederum Arbeitsplätze geschaffen haben.“

Gemeinsames Engagement zur Verbesserung der Lebensbedingungen
Der Konfliktbaum zeigt die Komplexität der syrisch-libanesischen Beziehungen in der Kleinstadt Bar Elias, in der neben 20.000 Einheimischen dreimal so viele Flüchtlinge aus Syrien leben. Eine schwierige Situation, in der es oft zu Konflikten zwischen beiden Seiten kommt. Deshalb organisiert Alaa Alzaibak mit seinen Kolleginnen und Kollegen kleine Projekte, bei denen sich Libanes*innen gemeinsam mit Geflüchteten aus Syrien für konkrete Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen einsetzen. Durch das gemeinsame Engagement lernen sich Einheimische und Geflüchtete kennen und bauen Vorurteile ab – die beste Vorbeugung gegen Hass und Konflikte.

Räume schaffen für Begegnung
Eines der von Geflüchteten und Einheimischen gemeinsam organisierten Projekte: Eine bunte Liebeserklärung auf einer Rasenfläche in einem kleinen Park in Bar Elias. Weiße, grüne und rote Buchstaben aus Plastik und Metall bilden den Satz: „We love Bar Elias, One Community“. Syrische und libanesische Bewohner*innen haben die Skulptur Anfang Dezember 2017 zusammen eingeweiht.
„Raum schaffen für Begegnung“: Dieses Motto nehmen Alaa Alzaibak und seine Mitstreiter*innen auch mit einem anderen Projekt wörtlich: Sie haben ein großes Zelt mitsamt Stühlen, Tischen und einem Ofen angeschafft, das allen Bewohnerinnen und Bewohner von Bar Elias zur Verfügung steht – für öffentliche oder familiäre Veranstaltungen. Jeder kann es für einen symbolischen Preis ausleihen. 200 Menschen haben darin Platz.

In insgesamt fünf libanesischen Gemeinden fördern Konfliktberater*innen des forumZFD zusammen mit lokalen Partnern wie Basmeh und Zeitooneh den Dialog zwischen Geflüchteten und Einheimischen. Sie bilden außerdem Mediator*innen aus beiden Gruppen aus, die bei Konflikten vermitteln.

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