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Aachener Friedenslauf

Projekte - Was passiert mit den Spenden?

pax christi Aachen

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten.

pax christi im Bistum Aachen mit mehreren Schwerpunkten.

Die Freiwilligen Friedensdienste:

jedes Jahr entsendet pax christi bis zu 15 jungen Menschen nach Polen, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Kosovo, Israel / Palästina und nach Ecuador, außerdem nimmt pax christi auch jedes bis zu drei junge Menschen aus Polen und Bosnien und Herzegowina auf. In den Ländern unterstützen die jungen Menschen NGO’s und Bildungsstätten in ihrer Friedensarbeit oder in sozialen Projekten.

Seit 1990 beteiligt sich pax christi im Bistum Aachen an Bemühungen, zivile Konfliktbearbeitung und den Zivilen Friedensdienst(ZFD) in innergesellschaftlichen und internationalen Einsatzfeldern politisch und praktisch zu etablieren. Durch den Einsatz professioneller Friedensfachkräfte in Konfliktregionen soll der Dialog und die Zusammenarbeit auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen gestärkt werden und die Menschen im gewaltfreien Eintreten für Menschenrechte und die Sorge um Gerechtigkeit zu unterstützt werden. Dies geschieht in Kooperation mit Einzelpersonen sowie Organisationen und wirkt gewaltvermeidend, – mindernd und präventiv. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner forumZFD aus Köln führen und begleiten wir operativ und strategisch Friedensprojekte in Bosnien - Herzegowina, Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Des Weiteren engagiert sich pax christi in der Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit in der Region und ist Mitglied in den Netzwerken „Kirche gegen Rechts“ und „Netzwerk Friedensbildung NRW“.

Durch die Spenden des Aachener Friedenslaufs kann pax christi die Projekte durchführen und unterstützen.

Forum Ziviler Friedensdienst

40% der erlaufenen Spendengelder beim Aachener Friedenslauf werden an das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) weitergeleitet. Das forumZFD finanziert seine Arbeit über öffentliche und private Zuschüsse, Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Spendenprojekt forumZFD Friedensläufe 2019

ISRAEL UND PALÄSTINA: JUGENDLICHE FÜR FRIEDEN UND VERSTÄNDIGUNG

Kinder und Jugendliche in Israel und Palästina wachsen in einer Region auf, die seit mehreren Generationen von Hass, Gewalt und Krieg geprägt ist. Juden als auch Araber erheben auf Grund ihrer Geschichte Anspruch auf das gleiche Stück Land im Nahen Osten. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlossen die Vereinten Nationen die Teilung des Landes in zwei Staaten. Daraufhin brach ein Kampf zwischen Israelis und Palästinensern aus, der bis heute nicht zu Ende geführt ist. Fast täglich erreichen uns Nachrichten von Gewalt von dort. Doch es gibt auf beiden Seiten Menschen und Gruppen, die sich für ein Ende von Hass und Gewalt einsetzen. Menschen, die Verständigung und Frieden wollen. Diese Gruppen unterstützt die deutsche Friedensorganisation forumZFD.

„LETZTENDLICH SIND WIR ALLE EINFACH TEENAGER“

Ein Beispiel ist das Jugendzentrum der arabisch-jüdischen Partnerorganisation Beit Ha’Gefen in Haifa. Hier leben Juden und Palästinenser, sogenannte arabische Israelis, Seite an Seite. Im Jugendclub „Tachles“ kommen täglich arabische und jüdische Jugendliche zusammen und verbringen ihre Freizeit miteinander. Hier lernen sie, Vorurteile zu überwinden und sich gemeinsam für Dialog, Toleranz, Solidarität und Frieden einzusetzen. Auch Atalya Eyal (14) und Sali Malsha (17) haben sich im Jugendclub kennengelernt. Atalya ist Israelin, Sali Palästinenserin. Früher hatte Atalya überhaupt keinen Kontakt zu arabischen Jugendlichen. Und auch Sali kannte keine jüdischen Jugendlichen. Erst die offenen Freizeitangebote im Jugendclub Tachles haben dazu geführt, dass die beiden Mädchen sich und weitere jüdische und arabische Jugendliche kennenlernten. Bis heute finden diese Treffen einmal pro Woche statt. Das wichtigste an diesen Treffen ist, findet Atalya „das gegenseitige Kennenlernen, das uns zeigt, dass wir, ob jüdisch oder arabisch, letztendlich alle einfach Teenager sind.“ Das findet auch Sali. „Ich habe verstanden, dass Veränderungen im Kleinen anfangen. Bevor wir die Welt verändern können, müssen wir bereit sein, uns selbst zu verändern und einen Schritt auf die anderen zuzugehen.“

DAS FORUMZFD

Das forumZFD unterstützt Menschen in gewaltsamen Konflikten auf dem Weg zum Frieden. Seit 1996 setzt sich die Organisation für die Überwindung von Krieg und Gewalt ein.
Heute arbeitet das forumZFD mit Friedensberaterinnen und -beratern in Deutschland und elf weiteren Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Südostasien. Seine Akademie für Konflikttransformation bietet Menschen in der internationalen Friedensarbeit eine professionelle Ausbildung. Mit Kampagnen, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich das forumZFD aktiv für eine zivile Friedenspolitik ein.

Die Bundesregierung hat das forumZFD als Trägerorganisation des Zivilen Friedensdienstes anerkannt. Es ist Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und finanziert seine Arbeit über öffentliche und private Zuschüsse, Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Netzwerk Aachener Schulen gegen Gewalt und Rassismus

Das Netzwerk Aachener Schulen gegen Gewalt und Rassismus erhält 20% der beim Friedenslauf erzielten Spendengelder. Damit werden Projekte und Aktionen unterstützt, die sich gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus richten und ein friedliches Miteinander fördern.

Im Begleitprogramm des Friedenslaufes unterstützte das Netzwerk 2018 mehrere Aufführungen des Tanztheaterstücks „Durch die Wand“ sowie damit verbundene Theater-Workshops des TanztheaterMobil des Choreographen Yorgos Theodiridis. Außerdem ermöglichte das Netzwerk mehrere Workshops von Gehrt Hartjen zum Thema „Religiöse Vielfalt“.

Darüber hinaus beteiligen wir uns an den Kosten von Gewaltpräventionsmaßnahmen und interkulturellen Projekten an mehreren Aachener Schulen aller Schulformen. Die Besuche von Zeitzeug*innen in Schulen, Jugendcamps und Begegnungen von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Ländern finanzieren wir teilweise mit. Das 2. Internationale Friedenscamp mit Aachener Schüler*innen und Jugendlichen aus verschiedenen Ländern des Balkans sowie jugendlichen Flüchtlingen aus Aachen unterstützten wir mit 5.000,-€ (Durchführung an der Gesamtschule Brand).

Auch im Schuljahr 2018/19 werden Anti-Rassismus-Trainings für Menschen aus pädagogischen Berufen durchgeführt und mitfinanziert. In diesen Trainings setzen sich die Teilnehmenden mit eigenen rassistischen Denkweisen und strukturellem Rassismus auseinander und lernen Wege kennen, Rassismus zu überwinden.

In Zusammenarbeit mit der VHS Aachen werden nach wie vor die begleiteten Busrundfahrten für Schüler*innen von weiterführenden Schulen „Auf den Spuren der  beiden Weltkriege im Dreiländereck“  finanziert. Die Ereignisse im Zusammenhang der Weltkriege und deren Folgen bilden dabei den Schwerpunkt.

Seit dem Jahr 2008 unterstützt das Netzwerk das Projekt „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig und übernimmt die Verlegungskosten der Stolpersteine, die an Opfer des Nazi-Terrors erinnern und in den Bürgersteig vor der letzten frei gewählten Wohnstätte verlegt werden. Wir reinigten alle Stolpersteine am 9.11.2018. Wir finanzier(t)en Workshops und Vorträge des Journalisten Michael Klarmann über aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Vielen Dank für die Unterstützung all dieser Projekte durch den Friedenslauf.

Sponsoren

Kontakt: Aachener Friedenslauf - c/o pax christi im Bistum Aachen

Eupener Str. 134 | 52066 Aachen                 Telefon: 0241 / 40 28 76

E-Mail: Aachener.Friedenslauf@web.de     Fax: 0241 / 40 18 796