2. Darmstädter Friedenslauf

am 07. Juni 2017

2.

Darmstädter Friedenslauf

Darmstadt

Laufen für Vielfalt und Frieden

1500 Kinder und Jugendliche beim 2. Darmstädter Friedenslauf

 

Darmstadt, 07.06.2017. Unter dem Motto „Gemeinsam in Frieden leben!“ setzten bei der Neuauflage des Darmstädter Friedenslauf im Bürgerpark Nord etwa 1.500 Schülerinnen und Schüler von insgesamt acht Schulen ein eindrucksvolles Zeichen für eine Willkommenskultur und Solidarität mit Geflüchteten. Die Schirmherrschaft für den Friedenslauf in Darmstadt übernahm wie im Vorjahr Oberbürgermeister Jochen Partsch. Sozialdezernentin Barbara Akdeniz begrüßte die Läuferinnen und Läufer persönlich.

Vor dem Lauf hatten die Teilnehmenden private Sponsoren gesucht, die pro gelaufener Runde einen zuvor festgelegten Betrag spendeten. Mit dem Erlös des Friedenslaufs unterstützen die Kinder und Jugendlichen die Projektarbeit des Forum Ziviler Friedensdienst e. V. (forumZFD). Im Fokus des diesjährigen Friedenslaufs stand die Friedensarbeit des forumZFD im Libanon – dem Land, das weltweit die meisten Geflüchteten pro Einwohner aufgenommen hat. Mit den erlaufenen Spenden bildet die Organisation Friedensfachkräfte aus und entsendet sie in Konfliktregionen. Im Libanon fördern diese Fachkräfte den Dialog zwischen Einheimischen und Geflüchteten aus Syrien, zum Beispiel durch die Schulung von Mediatoren aus allen betroffenen Gruppen.

Vor dem Friedenslauf bereiteten sich die Teilnehmenden nicht nur sportlich sondern auch inhaltlich vor: Ein Bildungsprogramm mit dem Titel „Fluchtursachen verstehen – Geflüchtete willkommen heißen“ zeigte den Schülerinnen und Schülern bereits im Vorfeld des Friedenslaufs die Entstehung von Fluchtursachen durch globale Zusammenhänge auf. Workshops, Vorträge und zwei Bildungshefte zum Thema luden die Kinder und Jugendlichen ein zu reflektieren, wie Fluchtursachen auch in unserem Lebensstil und Konsumverhalten begründet liegen.

Die Organisatoren des Friedenslaufs dankten ausdrücklich den Sponsoren, die den Darmstädter Friedenslauf mit Sach- und Dienstleistungen unterstützten: BanaFair, Hai-Tech Veranstaltungstechnik, BW Umzugsservice GmbH sowie Arnold Verkehrsabsicherungen.

Der Darmstädter Friedenslauf ist einer von insgesamt sieben Friedensläufen in Darmstadt, Neuss, Augsburg, Aachen, Jülich, Bonn und Berlin. Insgesamt nehmen in diesem Jahr knapp 15.000 Schülerinnen und Schüler an den Friedensläufen teil.

 

Sieben Schulen nahmen am 2. Darmstädter Friedenslauf teil:

Eleonorenschule (800 Teilnehmende)
Erich Kästner-Schule (264 Teilnehmende)
Justus-Liebig-Schule (115 Teilnehmende)
Martin-Behaim-Schule (100 Teilnehmende)
Ernst-Elias-Niebergall-Schule (50 Teilnehmende)
Ludwig-Schwamb-Schule-Eberstadt (40 Teilnehmende)
Edith-Stein-Schule Darmstadt (30 Teilnehmende)

In der Stadt Bar Elias unterstützt das Projekt "Future together now – Gemeinsame Zukunft jetzt" Syrer und Libanesen dabei, zusammen an einem Recyclingprojekt zu arbeiten. © Alaa Alzaibak

"Gemeinsam in Frieden leben"

Unter diesem Motto sammeln die Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Darmstädter Friedenslauf mit jeder erlaufenen Runde Spenden für die Unterstützung der Friedensarbeit des Forum Ziviler Friedensdienst e. V. für Geflüchtete im Libanon und in Deutschland.

Oberbürgermeister Jochen Partsch, Schirmherr des 2. Darmstädter Friedenslaufs

Liebe Friedensläuferinnen und Friedensläufer,

wenn wir eines aus unserer Zeit lernen sollten, dann dass nichts selbstverständlich ist, unsere Demokratie, unsere Freiheit, unser Rechtsstaat und auch der Frieden nicht. Wenn wir dauerhaft in Frieden leben wollen, dann müssen wir uns für ihn einsetzen. Dann müssen wir bereit sein, mit unseren Nachbarn friedlich und in gegenseitiger Achtung zusammenzuleben, als Nation wie als einzelner Mensch.
Für diese Bereitschaft zum Frieden und zur Solidarität ist der Friedenslauf ein starkes Zeichen. Gut, dass er nun schon zum zweiten Mal in Darmstadt stattfindet – aus Solidarität mit geflüchteten Menschen, aus dem tiefen Wunsch heraus, in einer friedlichen Welt zu leben, weil Laufen Freude macht, und weil damit Menschen im Libanon ganz konkret geholfen werden kann. Eine gute Sache. Weiter so!

Ihr Jochen Partsch