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Berliner Friedenslauf

Projekt 2017

Gemeinsam in Frieden leben

In der Stadt Bar Elias unterstützt das Projekt "Future together now – Gemeinsame Zukunft jetzt" Syrer und Libanesen dabei, zusammen an einem Recyclingprojekt zu arbeiten. © Alaa Alzaibak

Projekte für friedliches Zusammenleben von Einheimischen und Geflüchteten

Wer vor Krieg und Gewalt fliehen muss, kommt irgendwo an: in improvisierten Lagern, in überfüllten Städten oder in weit entfernten Ländern. Unter diesen Bedingungen fällt ein Neuanfang schwer. Auch das Zusammenleben zwischen Geflüchteten und Einheimischen verläuft nicht überall reibungslos: Konflikte eskalieren, Ablehnung und Gewalt greifen um sich  – in Deutschland und in den Nachbarländern Syriens, die die meisten Flüchtlinge aufgenommen haben.

Das forumZFD hilft Geflüchteten und Einheimischen in Dialog zu treten und Konflikte ohne Gewalt auszutragen: Im Libanon arbeiten Geflüchtete aus Syrien und Einheimische gemeinsam an Projekten, um ihr Leben konkret zu verbessern. Auch in Deutschland bildet das forumZFD Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter für die Arbeit in interkulturellen Konflikten aus und unterstützt Gemeinden dabei, die Geflüchteten Willkommen zu heißen und zu integrieren.

Beispiel Libanon: „Future together now – Gemeinsame Zukunft jetzt“
In vielen Orten im Libanon entlang der Grenze zu Syrien haben die Menschen zahlreiche Geflüchtete aufgenommen. Es gibt nicht genügend Wohnraum, Arbeitsplätze, Kitas und Schulen.
Im Projekt „Future together now – Gemeinsame Zukunft jetzt“ bildet das forumZFD syrische Flüchtlinge und Libanesen für Gemeindearbeit und in gewaltfreier Konfliktbearbeitung aus. Die ausgebildeten Gemeindearbeiter haben ein offenes Ohr für Einheimische und Geflüchtete, die mit ihnen ihre Ängste und Nöte besprechen können.
Sie entwickeln mit den Menschen Ideen, wie Zusammenleben verbessert werden kann und packen dabei selbst mit an. Auf diese Weise wurde beispielsweise ein Recyclingprojekt in der Stadt Bar Elias aus der Taufe gehoben, eines von vielen,  in dem Syrer und Libanesen zusammen arbeiten.  Die Familien trennen ihren Abfall und sortieren Blech und Plastik aus, das anschließend verkauft wird. Das Projektteam hat die Bevölkerung dafür mit speziellen Mülltonnen versorgt. Über die Verwendung der Erlöse entscheiden die Menschen im Viertel selbst. „Unser Stadtteil kann mit dieser Mülltrennung etwas Geld verdienen.“, sagen Anwohner. Der Erlös wird unter anderem für einen neuen Anstrich des Schulgebäudes oder zur Reparatur des öffentlichen Wasserhahns eingesetzt.

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Kontakt: Berliner Friedenslauf
Marion Davenas (Projektleiterin) | Kameruner Str. 1 | 13351 Berlin | Mobil: 0176 62076710 | E-Mail: berlin@run4peace.eu

Spendenkonto: Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Bank für Sozialwirtschaft, BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE53 3702 0500 0008 2401 04